Die richtige Bürste

Paddlebürste

 
Wir nennen im Salon den englischen Begriff ‚Paddle Brush‘ für diese flache Spezialbürste. Die Borsten sind fast immer aus Kunststoff. Hier ist es wichtig, dass man nicht die Billigste kauft. Der Kunststoff sollte, wie bei allen Bürsten/Borsten die aus Kunststoff sind, ein weicher, kantenloser und flexibler Kunststoff sein. Fast immer sind an den ‚Paddle Brushs‘ und an den Skeletbürsten die Enden wie kleine „Tropfen“ oder „Tellerchen“. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass man von Zeit zu Zeit prüft, ob sich durch das Benutzen nicht eben diese Enden abschleifen und scharfkantig werden. Das prüft man am Besten dadurch, dass man die Borsten über den Puls an der Hand gleiten lässt. Da spürt man, ob es wehtut oder ob die Bürste noch OK ist.
Die „Paddle Brush“ ist eine gute Entscheidung für Frauen mit  längerem, kräftigen und glatten Haar. Man kann damit auch leicht welliges Haar beim Föhnen, wundervoll glätten. Mit der Kante lässt sich am Ansatz etwas Volumen anheben. Praktisch, dass sie eine große Arbeitsfläche bietet und man damit sehr rationell arbeiten kann. Eine gute ‚Paddle Brush‘ ist ab knapp unter 20,- Euro zu haben.

Die Skelettbürste

Natürlich gilt auch hier zu prüfen, ob die Bürste an den Enden OK ist. Denn auch Sie hat meist an den Enden kleine „Tropfen“ oder „Tellerchen“. Sie ist besonders für kurzes Haar bei Frauen und Männern geeignet. Fransige, luftige Frisuren bekommen mit ihr den nötigen Ausdruck, Struktur und eine besondere Leichtigkeit. Durch ihre skelettartige Form lässt sie die Luft des Föhns direkt ans Haar. Wenn die Haare nicht länger sind als Schulterlänge, ist das „Über-Kopf-Föhnen“ mit der Skelettbürste wunderbar für ein tolles Volumen. Ein Volumen, das die Haare nicht streng und statisch rund werden lässt, wie es z.B. bei einer Rundbürste geschieht.
Wie bei allen Bürsten, so auch bei der Skelettbürste oder der Paddle Brush ist zu beachten, dass beim Entwirren und Durchbürsten der Haare immer nur von den Spitzen aufwärts gearbeitet werden darf. Das bedeutet natürlich nicht gegen die Wuchsrichtung(!), sondern immer erst die Spitzen, dann die Längen, zum Schluss den Ansatz von oben nach unten bürsten!
 

Pflegebürste mit etwa Wildscheinborsten

Sie haben feines, empfindliches Haar? Sie haben sehr, sehr kurzes Haar? Sie haben glanzloses Haar? Dann sollten Sie richtig tief in die Tasche greifen und sich eine echte  Pflegebürste mit etwa Naturborsten kaufen. Die gibt es für jeden Haartyp. Hier sollten Sie sich beraten lassen, mit was Sie bei Ihren schönen, langen blonden und feinen Haaren die sagenumwogenden, täglichen 100 Bürstenstriche machen. Natürlich ist das nur ein Pseudonym für „nehmen Sie sich viel Zeit“ für Ihr tägliches Haarebürsten und Ihre  Haare werden es Ihnen „glänzend“ danken!   Edle Naturhaarbürste , handgezogen und bearbeitet der Korpus und Griff aus echtem Ebenholz kann durchaus bis zu 80.- Euro kosten.  
Mal von der superzarten Babybürste abgesehen,  sind alle Naturhaarbürsten mit Wildschweinborsten gemacht. Wildschweinborsten sind unregelmäßig eingebracht und zeigen deshalb eine feine unregelmäßige Oberfläche. Diese besonderen Bürsten haben genau die Weichheit und gleichzeitig Festigkeit, die z.B. die Kopfhaut bei kurzem und schütterem Haar, oder eben langes zartes meist hellblondes Haar braucht. Die superweichen Wildschweinborsten werden aus der Bauchzone des Wildschweins entnommen. Beim Bürsten wird die Schuppenschicht des Deckhaares durch die entstehende „Streich-Wärme“ des Bürstens egalisiert und annähernd verschlossen, So schützt sie, zusammen mit den entsprechenden Langhaarpflegeprodukten wie  Cheveux Longs, das „Luxusgut Langhaar“ vor Spliss.